Ein Bad im “Motzener See”

Es heißt wohl in einem Sprichwort, wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!

Nun, vom Spott sind wir bei den Albatrossen immer weit entfernt. Der Protagonist des Monatscup April im Berliner Golf & Country Clubs Motzener See muss in meinem Bericht zuerst genannt werden.

Vermutlich noch voller Adrenalin von seinem großartigen Sieg im Matchplay gegen Willi, hat sich Arno, kaum in Motzen angekommen, eine Platzwunde an der Stirn zugezogen.

Zunächst aber zum Rest des Starterfeldes und den Platzbedingungen. 36 Albatrosse, davon 15 Starter des Gastgeberclubs, machten sich bei gutem Wetter auf die Runde.

Der Platz befindet sich „eigentlich“ schon in gutem Zustand und war wie immer eine schöne Runde wert. Hier ein Blick zurück auf die Bahn C 4.

Leider weisen die Grüns in Motzen noch etliche Schäden vom Schneeschimmel auf. Das machte das Putten nicht gerade leichter. Die Platzregel erlaubte aber das Besserlegen, wenn der Ball in einer solchen Schadstelle zum Liegen kam. Es gab trotzdem am Ende erstaunliche Ergebnisse.

Und wenn man dicht genug am Loch ist dann …..

Noch ist zu dieser Jahreszeit das Rough noch nicht sehr dicht, und so waren Fehlschläge dorthin meist kein Problem. Der Platzarchitekt hat sich aber weitere Hindernisse ausgedacht. So fanden sich häufig genau dort, wo ich hin spielte, Büsche,

oder völlig unnötiger Weise Wasserhindernisse (rote Penalty Areas).

Bei meinem Versuch den Ball aus dem Wasser zu schlagen, ist jede Menge Landschaft in Richtung Grün geflogen, der Ball war allerdings nicht dabei. Er war vermutlich nach dem Schlag ca. einen Meter näher zum Erdkern.

Wie man es besser macht, zeigte in meinem Flight der Helge, der an diesem Tage phänomenales Golf zelebrierte.

Das Victoryzeichen an C 1 passte zu seiner Runde.

Die ersten Flights hatten die Runde schon hinter sich gebracht, da öffnete  Petrus noch seine Schleusen. Völlig untypisch für Albatrosturniere begann es ordentlich zu regnen. Wasser gab es an diesem Tag nicht nur von oben.

Bevor ich zu den Ergebnissen komme, wieder zurück zum Protagonisten. Arno spielte ein gute, aber glanzlose Runde. Das sollte sich am 17. Loch ändern. Kurz vor Schluss noch einmal volle Konzentration auf das Par 3 und schon war das erste Par des Tages eingetütet. Auf zum letzten Loch!

Erstaunlicherweise standen hinter dem Grün nur noch drei Trollys. Wo war Arnos Trolly?

Also was bleibt übrig, Klamotten runter und jetzt auch Wasser von unten.

Die Spielkameraden haben natürlich geholfen. Stöffi beim Wasser ausschütten und Basti dankenswerter Weise als Kameraman.

Trotz eines finalen Striches auf der 18. Spielbahn hat Arno mit guten 32 Nettopunkten den dritten Platz in der Nettoklasse C errungen. Bis zur Siegerehrung wollte er aber verständlicherweise nicht warten. Denn natürlich gab es an diesem Tag auch Sieger.

Gleich drei Preise gingen an diesen Flight. Marco als Zweiter Netto A und Ronny als Zweiter Netto B wurden noch getoppt von Neualbatros Pilli, der sich den Sieg in der Nettoklasse C mit 47 Nettopunkten holte. Für Lars, der mich immer mit schönen Fotos versorgt, reichte es nur zum vierten Platz.

Helfer Stöffi holte sich mit 37 Nettopunkten den Sieg in der Nettoklasse B und der oben genannte Helge katapultiere sein Handycap mit 42 Nettopunkten auf 12,8.

Eine Klasse für sich war wieder einmal unser Sven. Obwohl er bei dem Versuch das 18. Grün mit dem zweiten Schlag zu erreichen den Ball im See versenkt hat, schaffte er noch ein Bogey. Das war dann der 30. Bruttopunkt, der klare Turniersieg und das neue Handycap 7,7.

Glückwunsch an alle Sieger und Platzierten.

Bis bald Euer Dietmar

5 Kommentare zu „Ein Bad im “Motzener See”“

  1. Helge Grüß

    Ich neige ja auch arg zur Schadenfreude (Spott), hoffe aber natürlich ebenso, dass sich Arno’s Schaden in Grenzen hält und er sich inzwischen genauso gut amüsieren kann, wie ich beim Lesen dieses tollen Berichts…, vielen Dank an den Chef

  2. Thomas Schurwanz

    Herrlicher Bericht mal wieder!
    Da schickt sich wohl jemand an, nicht nur das Amt des ‘Alt-Präsis’ übernommen zu haben, sondern auch Berichtmäßig in dessen Fußstapfen zu treten. Klasse! 😉
    Arno, mein lieber ‘Nordfriese’: Mit Wasser kennst Du Dich ja aus, aber ich hoffe Du hast einiges ‘retten’ können und der Schaden ist nicht allzu hoch!?

    Gruß,

    Tommi

      1. Arno Winther

        Ich bin angstfrei ins Wasser gegangen, weil ich wusste, dass sich im See keine kneifenden Krebse befinden wie bei uns in der Nordsee. Ein Badekarren, wie er um die Wende des letzten Jahrhunderts auf Föhr üblich war, um den Damen das Bad in der Nordsee zu ermöglichen, wäre hier natürlich auch angebracht gewesen und hätte das Ereignis etwas diskreter gestaltet. Aber: so haben wir alle was zum Amüsieren und zum Erzählen, wie es so beim Golf zugeht und dass Kassenprüfer beim Albatros viele Talente haben müssen.
        Endergebnis: sportlich anständig, Bag ist wieder trocken, Wertsachen alle vollständig, Trolley läuft nach zweitägiger Sonnentrocknung wieder einwandfrei (hat die ersten 18 Löcher schon wieder hinter sich), Folgeverabredung um Stunden versäumt. Hier war auch das Absetzen einer Nachricht nicht möglich, weil sich alle Kontakte im Handy befanden, das als einziger Gegenstand den totalen Exitus erlebte (Sim Karten allerdings gerettet). Insofern: alles o.k., auch keine gesundheitlichen Schäden oder rheumatischen Schübe. Euch allen herzliche Grüße. Kann erst in Wall wieder mitmischen…

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